Spanien

Sonne, Strand und Meer.... Das ist üblicherweise das, was man von Spanien kennt. Da geht es dem Volk der iberischen Halbinsel ähnlich wie uns Deutschen: Im Ausland wird Spanien oft mit dem Genannten gleichgesetzt, so wie für viele Ausländer Deutschland oft gleich Bier und Dirndl ist. Auf den zweiten Blick kann man jedoch auch hier eine große landschaftliche und kulturelle Vielfalt entdecken. Ich bin in den letzten Jahren viel durch Spanien gereist und habe dabei seine unterschiedlichen Seiten kennen gelernt: Galizien mit seinem rauen Klima und hervorragendem Essen, die Provinz Madrid mit ihren herzlichen Menschen und der schönen Sierra und den Süden mit fantastischen Städten wie Granada, Cordoba und Sevilla. Meine Wanderung auf dem Jakobsweg führte mich unter anderem durch Kastilien und Leon: Burgos, Leon und Astorga waren einige der Orte, die ich hier kennenlernte. Mit dem Blog will ich euch meine persönlichen Lieblingsecken in Spanien näherbringen und zeigen, dass Spanien nicht nur Sonne, Strand und Meer bietet.

6_30x30_2 Dies ist der Reiseblog von: Katharina Haering
  • Provinz Cuenca

    01 Juli 2009

    Die hängenden Häuser und die Brücke San Pablo sind wohl die berühmtesten Bauwerke in dem Städtchen Cuenca, circa 170 km östlich von Madrid gelegen. Wie ihr sehen könnt, kleben die Häuser oben am Fels und ihre Bewohner müssen schwindelfrei sein. So wie auch ich, als ich über die sicher 100 m lange Brücke marschiert bin! Von der anderen Seite hat man jedoch eine fantastische Aussicht auf die Häuser und einen Teil der Altstadt. Deshalb lohnt es sich, die Höhenangst zu überwinden. Den neuen Stadtteil von Cuenca kann man beim Besuch getrost überspringen, der besteht aus eintönigen grauen Hochhäusern.

    Die Ciudad encantada in Cuenca
    Bizarre Felsformationen, die –mit ein bisschen Fantasie - Tiere, Gesichter oder Boote darstellen, bekommt man in der Ciudad encantada, der verzauberten Stadt zu sehen. Das als Nationalerbe Spaniens deklarierte Gebiet liegt 30 km nord-östlich von dem Städtchen Cuenca und ist über die Straße CM-2104 zu erreichen. Ich hatte ein weitläufiges Naturschutzgebiet erwartet, musste aber feststellen, dass dies nicht der Fall war. Die Formationen sind eingezäunt und der Eintritt kostet 4 Euro. Als ich dort war, an einem Sonntag, war es eher eine Massenveranstaltung, als ein Ausflug ins Grüne. Verlaufen kann man sich dort auch nicht, denn der Weg ist mit gelben Pfeilen markiert. Die Formationen bestehen aus Kalkstein. Der Besuch der außergewöhnlichen Gesteinsformationen lohnt auf jeden Fall! Um einmal den Rundgang zu machen, braucht man gemütlich 1,5 bis 2 Stunden.
    Flussursprung des Rio Cuervo

    Zunächst denkt man: Na toll, so ein Touristop, bei dem man aus dem Auto steigt, einmal draufguckt, wieder einsteigt und weiterfährt. Aber weitgefehlt! Eine so schöne und spezielle Flussquelle wie die des Flusses Cuervo habe ich noch nie gesehen. Die umstehenden Bäume und Sträucher sehen aus, als ob sie mit Raureif bedeckt wären und die ganze Quelle scheint einem verschunschenen Wald aus einem Märchen zu entspringen. Das Wasser schlängelt sich seinen Weg durch das Moos nach unten in das Quellbecken und wenn die Sonne daraufscheint, bildet sich ein Regenbogen. Es gibt einen Rundweg um die Quelle, für den man gemütlich etwa 30 min braucht.
    Um zu der Quelle zu gelangen nimmt man dieselbe Straße wie zur Ciudad encantada, die CM-2104 und passiert die Orte Villalba de la Sierra, Uña, Huélamo und Tragacete. Der Zugang zur Quelle liegt direkt an der Straße und es gibt einen Parkplatz.

    Orte: Cuenca
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