Der Niger ist die Hauptschlagader Malis. Er versorgt das Land mit Süßwasser, erlaubt Handel und Reisen sowie den Reisanbau. Entlang des Flusses gibt es Nomadendörfer, die im Rhytmus der Aussaat und Ernte unmziehen, immer mit Hilfe ihrer "Pinasse" genannten, typischen Boote. Ein solches Boot kann man etwa in Mopti mieten und erreicht damit (wenn alles gut läuft) innerhalb einer Woche Timbuktu. Wer weniger Zeit zur Verfügung hat, kann eine Pinasse für einen Tag oder einen Nachmittag mieten und einige Dörfer entlang des Flusses besuchen. Besonders beeindruckend ist die Geschicklichkeit der Kinder, die schon in jungen Jahren ihre Boote beherrschen wie kein zweiter und den Fluss befahren, ohne sich Sorgen um die Strömungen und Sandbänke zu machen die unvermittelt mitten im Fluss auftauchen können. Beim Besuch eines Fischerdorfes kann man erleben, wie der Großteil des Fischs getrocknet wird (es gibt nur wenig und er muss für lange Zeit reichen). Das Trocknen verbreitet einen unglaublichen Gestank und der getrocknete Fisch wird dann in die Landesteile verschickt welche keinen Zugang zum Fluß haben. Das häufigste Gericht in dieser Gegend ist Reis mit Öl, darauf Gemüse und Fisch aus dem Fluß. Es schmeckt meist sehr gut und frisch. Die Bewohner der Dörfer freuen sich über Besuch, allerdings sollte man den Kindern nichts geben, um sie nicht zum Betteln zu erziehen. Sie sind meistens sehr daran interessiert, etwas über dein Heimatland zu erfahren, wie man dort lebt, und was du gerne magst. Die Mehrheit spricht sehr gut Französisch, zunehmend auch Englisch.
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