Heute beginnen wir unseren Weg nach Santiago, aber auf unsere Art und Weise, er mit dem Fahrrad und ich mit dem Auto. Wir verlassen Barcelona und erreichen Montserrat am Nachmittag. Wir machen Halt, um das Kloster zu sehen ( was nach den 10 Jahren, die ich schon in Barna lebe, auch Zeit wird...). Wir passieren das Dorf Monestir de Montserrat und fahren auf einer Serpentinenstrasse bergaufwärts zum Kloster. Hier oben auf einer Höhe von 720 Metern befindet sich das Kloster, gemeinsam mit dem Bahnhof "Cremallera" und der Bushaltestelle. Die wunderschöne Basilika stammt aus dem elften Jahrhundert. Es wird ein sehr abwechslungsreicher Spaziergang durch wirklich sehenswerte Werke der Bildhauerei, der Malerei, Mosaiken, Holzschnitzereien sowie einer Vielzahl weiterer Kunstwerke, die aus den verschiedensten Materialien von Hand gefertigt wurden. Der Besuch ist nicht umsonst. Der Blick in die Umgebung offenbart ebenfalls Ungewöhnliches. Aus dem Berg geschnittene Formationen ungewöhnlicher Grösse erheben sich vor unseren Augen, brechen so die Gleichförmigkeit des Tales und prägen den Ort und stechen schon von weitem ins Auge. Montserrat ist catalán, ins deutsche übersetzt bedeutet dies soviel wie zersägter Berg. Ich hatte dieses zerklüftete Profil vorher schon gesehen, wenn ich zum Skifahren in die Berge fuhr, aber ich wusste nicht, dass sich das Kloster hier befindet. Das Kloster selbst ist ein ¨wunderschöner Ort, um zwischen seinen Mauern spazieren zu gehen, sich zu entspannen und nachzudenken. Ich persönlich habe darüber nachgedacht, wie es denn möglich war,durch all die vergangenen Zeiten hindurch,dass wenn auch das Volk Hunger litt, die Kirche immer Unsummen verschwenden konnte. Diese Gedanken machen den Ort dadurch nicht weniger schön, Sie werden ja die Fotos sehen, beeindruckend. Mit dem Bau der Basilika wurde im sechzehnten Jahrhndert begonnen, wenn auch die erste hier errichtete Kapelle aus dem Jahr 888 datiert ist und im Jahr 1025 die Benediktinermönche ein erstes Kloster errichteten. Dieses wurde im neunzehnten Jahrhundert komplett erneuert, genau gesagt im Jahr 1811, nach der Zerstöhrung im Unabhängigkeitskrieg. Im Jahr 1881 wurde durch Papst Leo XIII der Ort zur Basilika ernannt. Ausser den Mönchen leben in Montserrat auch die Escolans, der älteste Kinderchor Europas, ich glaube man kann den Chor jeden Tag so gegen 13.00 Uhr singen hören, ich kam zu spät. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig, 5 Euros, ohne zeitliche Begrenzung. Vor Ort gibt es ebenfalls ein Hotel, Abat Cisneros und Appartments, Abat Marcet. Nach den Preisen habe ich nicht gefragt ( wir haben unser Haus dabei). Aber ich vermute sie befinden sich in wolkiger Höhe. Es gibt auch ein Museum, das jedoch bei unserer Ankunft im Begriff war, zu schliessen. Es gibt hier Werke grosser Meister zu bewundern, so Caravaggio, Berruguete, el Greco, Monet, Picasso, Dalí, und weitere. Diesen Weg werden wir gemeinsam gehen, was immer uns auch erwarten mag, ankommen ist nicht alles, oder?
08199 Montserrat (Barcelona), Montserrat
938 777 701