Für nur wenige Cent kann man bisher 29 von ihnen über die ganze Stadt verteilt besichtigen: Die unterirdischen Paläste von Taschkent - die Metrostationen. Nach dem Vorbild der Moskauer U-Bahn ist jede einzelne Station prächtig wie ein Palast gestaltet: Glänzender Marmor, wohin man sieht; riesige Kronleuchter oder bunte Ornamente. Jede Station unterscheidet sich von der nächsten. Die Kosmonauten-Station ist beispielsweise in ein fast unheimliches Blau gehüllt, die Säulen sind mit tiefblauem Glas verziert, das in der Bewegung erstarrt erscheint, und von den Wänden blicken berühmte Kosmonauten aus runden Rahmen auf die Wartenden hinab.
Ganz anders wirkt Navoiy, deren hohe Kuppeldecke mit orientalischer Leichtigkeit von eleganten Pfeilern abgestützt wird und mit filigranen Keramik-Blumen verziert ist.
Das Fotografieren sowie das Abskizzieren ist leider verboten und wird streng überwacht, weil die U-Bahn im Ernstfall als Atombunker genutzt werden soll und deshalb ein militärisches Objekt ist. Im Netz sind dennoch einige Fotos aufgetaucht (einfach mal danach googlen :))